Es gibt bereits mehrere Franchise-Systeme in Deutschland, die auf die Vermittlung von Pflegekräften aus Osteuropa setzen. Im Juni 2013 hat sich das ARD-Magazin Monitor in einem TV-Beitrag mit dieser Branche befasst. Darin wurde u. a. Kritik an den Unternehmen Promedica24 und SeniorCare24 laut, die auch als Franchise-Systeme aktiv sind.

Die Kritik zielt dabei vor allem auf die Bedingungen unter denen die vermittelten Pflegekräfte aus Osteuropa arbeiten. Sie würden für ihren 24-Stunden-Service nur rund 1000 Euro monatlich erhalten, bezahlt würden aber etwa 2.500 Euro an die Vermittlungsagenturen. Die Verträge seien zudem so konstruiert, dass die Frauen über ihre Situation nicht reden dürften, so eine Beraterin des DGB. Darüber hinaus würden die Vermittlungsagenturen einen Spesen-Trick anwenden, durch den nur ein kleiner Teil der Bezahlung echter Lohn mit Steuern und Sozialversicherung bezahlt werde. Wie lukrativ das dieses Geschäft ist, hätten auch Investoren erkennt: Bei Promedica24 sei ein US-Investor eingestiegen. Prof. Christiane Brors von der Universität Oldenburg sagt im Monitor-Beitrag, letztlich sei, was da passiert, eine Ausbeutung. Das Manuskript zur gesamten Sendung kann hier heruntergeladen werden. Der Monitor-Beitrag steht zudem in der ARD-Mediathek bereit.