Torben Leif Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbands (DFV), hat das Ergebnis der Bundestagwahlen im Editorial des aktuellen DFV-Newsletters begrüßt. Bliebe das Wirtschaftsministerium in der Hand des CSU–Politikers Karl-Theodor zu Guttenberg, könne z. B. das sehr gute und fruchtbare Verhältnis zum DFV fortgesetzt werden.

Als Ziel verfolge der DFV auch in der kommenden Legislaturperiode, den Status Quo in Bezug auf eine Franchise-Gesetzgebung in Deutschland beizubehalten: Bisher habe das Ministerium spezielle Franchise-Gesetze abgelehnt und – wie der DFV – eine Selbstregulierung der Franchise-Wirtschaft empfohlen. Nach Ansicht des Verbands wurde mit dem DFV-System-Check bereits ein geeignetes Instrument hierfür geschaffen.

Darüber hinaus hofft Brodersen, dass einige Reformen der großen Koalition durch die neue Regierung revidiert werden könnten. Etwa die veränderte Unternehmensteuerreform, die in der neuen Fassung besonders Franchise-Betriebe belastet, da Mieten, Pachten und vor allem auch Lizenzgebühren zur Gewerbesteuer hinzugerechnet würden. Auch Verbände wie der DIHK und HDE drängten auf die Revision dieser Regelungen. Dennoch sei aufgrund der riesigen Staatsverschuldung abzuwarten, ob Steuergeschenke an die mittelständische Wirtschaft reakisierbar seien.

Der Deutsche Franchise-Verband e.V. ist seit 1978 aktiv und versteht sich als zentraler Repräsentant der deutschen Franchise-Wirtschaft. Neben politischer Interessensvertretung zählen auch die Prüfung der Mitglieder mittels DFV-System-CHeck und die Festlegung von verbindliche Richtlinien für faires Franchising zu den Aufgaben des DFV.