Die Burger-Kette McDonald’s will bis Ende 2009 ihr europäisches Hauptquartier in die Schweiz verlegen. Grund dafür dürften Steuervorteile sein.

McDonald’s betreibt über 31.000 Fast-Food-Restaurants in 118 Länder, rund 75 Prozent davon werden von Franchise-Partnern geführt. In Deutschland zeigt der Burger-Riese an mehr als 1.300 Standorten Präsenz. Wie der Guardian berichtet, wird das Unternehmen nun seinen europäischen Hauptsitz nach Genf verlegen. McDonald’s folgt damit anderen US-amerikanischen Großunternehmen wie Kraft, Procter & Gamble, Colgate-Palmolive, Yahoo! und Google.

Das neue Hauptquartier soll das Top-Management der europäischen Regional-Center in London, Paris, München und Wien vereinen. Die vier Regional-Center sollen allerdings erhalten bleiben. Ziel ist es, das strategische Management der wesentlichen internationalen Rechte an Geistigem Eigentum von der Schweiz aus zu gestalten. Dies umfasst auch die Weitergabe dieser Rechte an die europäischen Franchise-Nehmer.

Hintergrund für den Umzug dürften vor allem steuerliche Vorteile sein, da Änderungen des Steuerrechts in EU-Ländern wie Großbritannien auch Auswirkungen im Bereich des Geistigen Eigentums, also etwa bei Patenten, Urheberrechten und Markenschutz, mit sich bringen. Durch die Verlegung des Hauptsitzes in die Schweiz kann McDonald’s eine mögliche doppelte Besteuerung vermeiden.