In den USA gibt es immer mehr Gastronomie-Franchise-Systeme, die neben normalen Restaurants auch mobile Einheiten, sogenannte Food Trucks betreiben. Wie das Handelsblatt berichtet, sind dabei zunehmend auch qualitativ hochwertige rollende Restaurants unterwegs. In Deutschland setzen bislang nur wenige Franchise-Systeme auf den mobilen Food-Service.

Die LA Times meldete im September 2010, dass auch der Franchise-Riese Subway mit mobilen Einheiten aktiv werden will. Auch die international an 263 Standorten aktive Gastro-Kette Sizzler will auf den Zug bzw. Truck aufspringen. Food Trucks schon in Betrieb haben u. a. die Fast-Food-Franchise-Ketten Taco Bell , Arby’s, Gold Star Chili,In-n-out Burger und Burgerville mit seinem “Nomad”-Truck.

Von einfach bis lecker

Food Trucks, teilweise auch Catering Trucks genannt, gibt es in den USA schon lange. Die oft eher mindere Qualität hat ihnen dem Handelsblatt-Bericht zufolge bereits den Spitznamen “Roach Coaches“ (Kakerlaken-Wagen) eingebracht. Vor allem in Los Angeles und Californien gibt es inzwischen aber auch viele Gourment-Trucks. Im Internet finden sich schon Rankings der besten Gourmet-Food-Trucks in L.A. Besonders häufig Erwähnung findet das auf koreanische Grill-Gerichte spezialisierte Unternehmen Kogi-BBQ, das allerdings bislang keine Franchise-Lizenzen vergibt. Wert auf ein grünes Image legt Green Truck. Das Unternehmen hegt bereits Franchise-Pläne für die Ostküste. Calbi setzt auf Tacos und Burritos und vergibt bereits Franchise-Lizenzen. Die Bandbreite bei der gastronomischen Ausrichtung der Food-Truck-Betreiber ist enorm: Ob mexikanisch, japanisch, italienisch, Cross-Over, traditionelles Fast-Food, Herzhaftes oder Süßes – fast alles ist vertreten.

Großes Franchise-Potenzial für mobile Gastronomie-Systeme

Die Vorteile der mobilen Restaurants liegen auf der Hand: Die Betriebskosten – und damit auch die Preise für die Endkunden – sind niedriger als bei einem Lokal und die Kunden können direkt dort versorgt werden, wo es zu wenig Gastronomie-Angebote gibt. Zudem lassen sich die Trucks oft auch für Veranstaltungen buchen. Ob in Wohn- oder Gewerbegebieten, nachts vor der Disco oder an sonstigen Standorten, wo Menschen Gastronomie vermissen – die Food Trucks schließen eine Marktlücke. Inzwischen werden sogar Food Truck Events veranstaltet, bei sich denen zahlreiche Food Trucks an einem Ort versammeln und den Kunden ein kulinarisches Festival bieten.

Bei der Vermarktung setzen viele Food Truck Betreiber auf Kanäle wie Twitter und GoogleMaps. Kunden können so schnell in Erfahrung bringen, wo sich die rollenden Restaurants gerade befinden oder hinfahren. Auch Internetportale, die die aktuellen Standorte verschiedener Food Trucks aufführen, gibt es bereits (http://mobimunch.com).

Wurden die meisten Food Trucks bislang von einzelnen Kleinunternehmern betrieben, entdecken nun immer mehr Anbieter das Franchise-Potenzial in dieser Branche. In den USA zahlen Food Truck-Franchise-Systeme zu den am schnellsten wachsenden Geschäftskonzepten. Natürlich gibt es in Deutschland schon lange Imbisswagen, die den Food Trucks ähneln. Allerdings sind die Fahrzeuge in den USA oft deutlich größer und bieten in vielen Fällen eine weitaus umfassendere kulinarische Auswahl. Zu den wenigen Franchise-Systemen, die in Deutschland (auch) auf ein mobiles Gastronomie-Konzept setzen zählen z. B. Rent-a-Pizzeria und Schmitt Foxy Food.

Was halten Sie von dem neuen Trend? Ist er auf Deutschland übertragbar? Kennen Sie weitere mobile Gastronomie-Franchise-Systeme? Informieren Sie unsere Leser!

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