Das Wort „Franchise“ stammt aus dem Französischen und bedeutete ursprünglich „Freiheit (von Abgaben)“. Auch heute bezeichnet „Franchise“ nicht nur ein auf Partnerschaft basierendes Vertriebssystem. Der Begriff findet auch in anderen Bereichen Verwendung.

So begegnet einem das Wort „Franchise“ zum Beispiel in der Medienbranche. Der Begriff bezeichnet dort in der Regel geistiges Eigentum, das auf vielfältige Art und Weise vermarktet werden kann. Meist liegen einer Franchise erfolgreiche Geschichten oder Charaktere zugrunde. Ein gutes Bespiel dafür ist die „Herr der Ringe“-Trilogie. Zunächst nur als Buch erfolgreich, entstanden parallel zur Filmproduktion auch Videospiele, Begleitbücher, Sammelalben, Plastikfiguren und viele andere Produkte. Im Rahmen der Franchise werden Lizenzen vergeben, die die Produktion von solchen Artikeln gestatten. Umfassendes Merchandising und Sponsoring sind Bestandteile solcher Franchises.

Im Sport wird das Wort „Franchise“ hauptsächlich in den nordamerikanischen Sportligen verwendet, da es dort weder Auf- noch Absteiger und die Ligen auf eine bestimmte Anzahl von Teams beschränkt sind. Die Teams werden Franchises genannt, gehören meistens privaten Personen und werden als Wirtschaftsunternehmen geführt, haben also nicht wie hierzulande meist üblich einen Sonderstatus als Vereine. Solche Sportfranchises können daher auch relativ leicht ihren Besitzer oder sogar ihren Standort wechseln.

Franchise ist zudem ein Begriff, der im Versicherungswesen eine Rolle spielt. Dort bezeichnet Franchise einen zwischen Versicherung und Versicherungsnehmer vereinbarten Betrag, bis zu dem der Versicherungsnehmer den Schaden selbst trägt. Bekannter als das Wort Franchise ist in diesem Zusammenhang der Begriff „Selbstbeteiligung“.

Ein umfassendes Online-Lexikon, das Begriffe aus dem Franchising im Sinne der Vertriebsform erklärt, und weitere Informationen zur Geschichte des Franchising bietet das Franchiseportal in der Rubrik „Wissen & Tools„.