Die Franchise-Wirtschaft in den USA bietet Millionen von Arbeitsplätzen. Einem Bericht der International Franchise Association’s Educational Foundation zufolge werden im Jahr 2009 zahlreiche Arbeitsplätze und Standorte der Franchise-Wirtschaft gefährdet. Trotz dieser Aussichten sind führende Franchise-Manager vorsichtig optimistisch, was die Zukunft der Unternehmen insgesamt betrifft.

Die Prognose, die von der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers erstellt wurde, rechnet mit einem Rückgang der Franchise-Standorte um 1,2 Prozent von rund 865.000 auf weniger als 855.000. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Franchise-Wirtschaft soll um 2,1 Prozent sinken. Damit wären etwa 207.000 Jobs in den USA bedroht. Der Gesamtumsatz der Franchise-Wirtschaft wird dem Bericht zufolge um etwa 4,2 Milliarden US-Dollar zurück gehen (minus 0,5 Prozent).

Als Gründe werden u. a. die Wirtschafts- und Finanzkrise und damit verbundene Rückgänge bei der Kreditvergabe an Franchise-Unternehmen sowie eine stark sinkende Kaufkraft genannt.

Laut einer Umfrage der International Franchise Association (IFA) unter Franchise-Managern, sehen diese auch Chancen in der Krise: Zum einen sei die Franchise-Wirtschaft aus früheren Krisen gestärkt hervorgegangen, zum anderen gäbe es Wachstumpotenziale, sobald sich die Kreditmärkte stabilisiert haben.

Je nach Branche sollen die Auswirkungen unterschiedlich stark zum Tragen kommen. Hinsichtlich der Franchise-Standorte könnten der Studie zufolge Schnell-Restaurants und andere Gastronomie-System sogar mit leichten Zuwächsen rechnen. US-amerikanische Franchise-Manager beurteilen die Lage wesentlich positiver: Hier rechnen nur etwa 15 Prozent mit Standortschließungen.

Die größten Arbeitsplatzeinbußen sollen in den Sektoren Automotive und Einzelhandel in Erscheinung treten (über 5 Prozent). Mit den größten Umsatzeinbußen haben PricewaterhouseCoopers zufolge die Branchen Hotellerie (3,2 Prozent), Unternehmensdienstleistungen (2,8 Prozent) und Immobilien (2,1 Prozent) zu rechnen. Auch hier haben die Franchise-Manager merh Optimisums: Knapp über 70 Prozent glauben an die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Jahr 2009, nur 30 Prozent erwarten einen Stellenabbau. Weitere englischsprachige Infos unter www.franchise.org .