+++ Update s. unten +++

Weltweit gibt es rund 32.800 Restaurants der Franchise-Kette Subway. In Deutschland sind es derzeit knapp 800. Doch trotz aller Expansionsfortschritte machte das Unternehmen – zumindest hierzulande – in den vergangenen Jahren immer wieder Negativschlagzeilen – eine Chronologie.

Unter der Überschrift „Verdruss im Stullen-Reich“ berichtete der Spiegel im März 2007 über die schlechte Stimmung bei Subway-Franchise-Partnern. Kritisiert wurden dabei u. a. ein in Englisch verfasster Franchise-Vertrag für die deutschen Franchise-Nehmer, der New York als Standort für ein Schiedsgericht festlegte, und der fehlende Gebietsschutz.

Im Mai 2008 berichtete die Wirtschaftswoche unter anderem über Klagen der Franchise-Nehmer wegen „rücksichtsloser Lizenzverträge“. Auch die schlagartige Erhöhung der Erstlizenzgebühr von 10.000 US-Dollar auf 10.000 Euro wurde als Kritikpunkt angeführt.

Unzufriedene Franchise-Partner

In der Sendung vom 19.11.2008 nahm sternTV den Franchise-Riesen ins Visier: „Mit Franchise in die Pleite“ titelte das TV-Magazin. Im Online-Beitrag zur Sendung wird neben einer Auflistung der Kritikpunkte auch auf eine Befragung im Auftrag des Deutschen Franchise-Verbands (DFV) im Herbst 2006 verwiesen. Das Ergebnis: 34 Prozent der zu diesem Zeitpunkt knapp 300 Franchise-Nehmer waren mit ihrem geschäftlichen Erfolg unzufrieden.

Ende 2008 stellte Subway mit Michael Pokorski einen neuen Deutschland-Chef vor, der einer Nachricht des Franchiseportals zufolge ankündigte, „Franchise-Partner vor Ort künftig besser zu unterstützen“.

DFV-Mitgliedschaft verweigert

Im September 2009 berichtete das Franchiseportal, dass Subway seine Mitgliedschaft im Deutschen Franchise-Verband (DFV) nach einer vorläufigen Aufnahme verloren habe. In einer Erklärung des DFV hieß es: „Subway erlangte im November 2008 nach dem zweiten Anlauf eine mit Auflagen versehene vorläufige Mitgliedschaft im DFV. Subway wurde angehalten, innerhalb der darauffolgenden sechs Monate eine neue Franchise-Nehmer-Zufriedenheitsbefragung mit deutlich verbesserten Ergebnissen durchführen zu lassen. Die Befragung wurde auflagengerecht umgesetzt, die Ergebnisse verbesserten sich jedoch nicht. Damit verliert Subway die vorläufige Mitgliedschaft im DFV.“

Intime Fragen

Im März 2010 berichtete u. a. Spiegel online über intime Selbstauskünfte, die Subway-, aber auch McDonald’s Franchise-Partner zu leisten hätten. Im Spiegel-Artikel wurde Moritz Karg vom Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein mit dem Worten zitiert, die Selbstauskünfte seien „aus datenschutzrechtlicher Sicht unzulässig“.

Anfang April 2010 schrieb die Wirtschaftswoche, die Deutsche Bank habe ihre 2007 begonnene Finanzierungskooperation mit Subway aufgekündigt. Es würden keine Verträge mit neuen Franchisenehmern mehr geschlossen. Erst vor wenigen Tagen hat die Wirtschaftswoche weitere kritische Artikel über Subway veröffentlicht. Die Überschriften: „Ein Leben nach Subway„, „Starsub statt Subway“ und „Subways Aktionsplan„.

Auch auch auf der Online-Ausgabe der FAZ wurde vor wenigen Tagen ein Artikel mit dem Titel „Ein Sandwich scheitert“ publiziert.  Darin heißt es u. a., rund 100 unzufriedene Subway-Restaurantbetreiber hätten sich bereits an Rechtsanwalt Christian Prasse aus Ahrensburg gewandt. Einige Franchise-Partner weigerten sich zudem, ihre Lizenzgebühren zu zahlen.

Bei Kunden angesehen

Natürlich gibt es auch andere Pressestimmen über Subway: So setzte etwa das Magazin Impluse Subway auf Platz 8 in seiner 2009 veröffentlichen Liste der besten Franchise-Systeme in Deutschland. Zur Begründung steht dort zu lesen: In der Vergangenheit hätte Subway mit teils schlechten Standorten und unzufriedenen Partnern zu kämpfen. Die Zentrale habe gelernt und schraube das Expansionsziel von 700 auf 450 Standorte zurück. Auch aus Kundensicht scheint Subway gut abzuschneiden. Im vergangenen Jahr wurde die Franchise-Kette Testsieger in Sachen Service-Qualität bei einer Studie der Kölner Agentur Servicerating.

Problemlösung durch Chef

Das Internetportal CafeFuture.net berichtete am 5. Mai 2010, dass Subway-Gründer Fred DeLuca die Schwierigkeiten in Deutschland nun zur Chefsache erkärt habe. Demnach wurde Michael Pokorski von DeLucas Schwager Schwager Marty Adomat abgelöst und als Interims-Chef von Subway Deutschland eingesetzt. Den kompletten Artikel finden Sie hier.

+++ Update vom 20.7.2010 +++

Subway erneut mit neuem Deutschland-Chef

Seit dem 1. Juli 2010 hat Subway Sandwiches wieder einen neuen Area Development Manager für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Luxemburg. Es handelt es sich dabei um den 46-jährigen Hans Fux. Hans Fux ist gelernter Hotelkaufmann und war zuletzt als Geschäftsführer bei der LSG Airport Gastronomie beschäftigt. Zuvor hatte er laut Subway diverse Führungspositionen bei Yum! Restaurants International inne, u. a. bei den Yum!-Unternehmen Pizza Hut, Taco Bell und Kentucky Fried Chicken. Von dem von Interims-Chef Adomat angekündigten Maßnahmenplan, der „deutliche Verbesserungen für den deutschen Markt“ zur Folge haben sollte, ist in einer aktuellen Subway-Pressemitteilung nicht die Rede.

Auch die Zahl der Subway-Restaurants in Deutschland scheint sich geändert zu haben: Ende 2009 gab es hierzulande laut Subway-Website noch 798 Standorte, in der aktuellen Pressemitteilung ist nun noch von über 750 die Rede. Auf der internationalen Subway-Website werden für Deutschland 771 Restaurants genannt.

Wie denken Sie über Subway? Diskutieren Sie mit!

Vergleiche jetzt die zur dir passenden Geschäftsideen:

1. Wähle die spannendsten Marken aus!
Du erhältst eine tabellarische Übersicht der wichtigsten Daten und Fakten zum direkten Vergleich.

2. Willst du mehr zu den Gründungsmöglichkeiten erfahren?
Mit einem weiteren Klick kannst du direkt mit den Unternehmen Kontakt aufnehmen und noch detailliertere Infos per Email erhalten.